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Braucht ein Carport eine Baugenehmigung?
Ein Carport ist ein überdachter Stellplatz und damit eine bauliche Anlage. Für ihn gilt zunächst der Grundsatz jeder Bauordnung: Errichtung und Änderung von Anlagen bedürfen der Baugenehmigung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.
Alle sechs hier ausgewerteten Landesbauordnungen nehmen Garagen und überdachte Stellplätze bis zu einer bestimmten Größe von dieser Pflicht aus. Das Gesetz nennt solche Vorhaben verfahrensfrei, in Hessen und Rheinland Pfalz baugenehmigungsfrei. Für den typischen Carport für ein oder zwei Autos neben dem Wohnhaus heißt das häufig: kein Bauantrag. Die Ausnahme greift aber nur, wenn jede Voraussetzung erfüllt ist. Schon eine zu hohe Wand, ein zu großes Dach oder ein Grundstück im Außenbereich führen zurück zur Genehmigungspflicht.
Viele Länder behandeln den Carport ausdrücklich wie eine Garage. Die Bayerische Bauordnung und die Landesbauordnung Baden Württemberg sprechen von Garagen einschließlich überdachter Stellplätze, die Niedersächsische Bauordnung zählt überdachte Stellplätze schon in der Begriffsbestimmung zu den Garagen (§ 2 Abs. 10 NBauO). Die Hessische Bauordnung definiert Garagen als ganz oder teilweise umschlossene Räume zum Abstellen von Kraftfahrzeugen (§ 2 Abs. 11 Satz 2 HBO).Wie die Genehmigungspflicht allgemein aufgebaut ist, lesen Sie unter Baugenehmigung.
Carport genehmigungsfrei: Grenzwerte nach Bundesland
Die Tabelle gibt die Voraussetzungen so wieder, wie sie im Katalog der verfahrensfreien Vorhaben der jeweiligen Landesbauordnung stehen. Wir haben nur Länder aufgenommen, deren Gesetzestext wir in der genannten Fassung gelesen haben.
| Land | Voraussetzungen laut Gesetz | Vorschrift |
|---|---|---|
| Nordrhein Westfalen | Garagen einschließlich überdachter Stellplätze mit einer mittleren Wandhöhe bis 3 m und einer Bruttogrundfläche bis insgesamt 50 m², außer im Außenbereich | § 62 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 b BauO NRW 2018, Fassung ab 01.09.2026 |
| Bayern | Garagen einschließlich überdachter Stellplätze im Sinn des Art. 6 Abs. 7 Satz 1 Nr. 1 (mittlere Wandhöhe bis 3 m, Gesamtlänge je Grundstücksgrenze 9 m) mit einer Fläche bis 50 m², außer im Außenbereich; im Geltungsbereich einer Satzung mit Regelungen zu Zulässigkeit, Standort und Größe Garagen bis 100 m² Nutzfläche sowie überdachte Stellplätze, wenn sie der Satzung entsprechen | Art. 57 Abs. 1 Nr. 1 b und Abs. 2 Nr. 1 BayBO, Text gültig ab 01.05.2026 |
| Niedersachsen | Garagen, auch mit Abstellraum, mit insgesamt nicht mehr als 60 m² Grundfläche je Baugrundstück und einer Höhe bis 3 m samt Zufahrten, außer im Außenbereich; Garagen mit notwendigen Einstellplätzen nur, wenn die Einstellplätze genehmigt oder genehmigungsfrei sind | § 60 Abs. 1 mit Anhang Nr. 1.2 NBauO, Fassung ab 01.07.2025 |
| Hessen | Garagen einschließlich Abstellraum bis 50 m² Grundfläche einschließlich Zufahrten mit nicht mehr als 200 m² Grundfläche; Vorbehalt: Bauvorlagen gehen vorher an die Gemeinde | § 63 mit Anlage Abschnitt I Nr. 1.2 und Abschnitt IV Nr. 1 HBO, Fassung ab 14.10.2025 |
| Baden Württemberg | Garagen einschließlich überdachter Stellplätze mit einer mittleren Wandhöhe bis 3 m und einer Grundfläche bis 50 m², außer im Außenbereich | § 50 Abs. 1 mit Anhang 1 Nr. 1 b LBO, Fassung vom 16.03.2026 |
| Rheinland Pfalz | Garagen, überdachte Stellplätze und Fahrradabstellplätze bis 50 m² Grundfläche und einer mittleren Wandhöhe der Außenwände bis 3,20 m, bei Wänden mit Giebeln Firsthöhe bis 4 m; nicht im Außenbereich und nicht in der Umgebung von Kultur und Naturdenkmälern | § 62 Abs. 1 Nr. 1 f LBauO, Fassung ab 01.11.2025 |
Quellen: Gesetzestexte in den genannten Fassungen, gelesen am 27.10.2026 (recht.nrw.de, gesetze-bayern.de, NI VORIS und Nds. GVBl. 2025 Nr. 52, Anlage zur HBO mit GVBl. Hessen 2025 Nr. 66, Anhang 1 zur LBO, § 62 LBauO). Andere Länder haben eigene Werte; sie sind hier bewusst nicht aufgeführt.
Carport Baugenehmigung in NRW
Nordrhein Westfalen hat seine Landesbauordnung zum 1. September 2026 geändert. Der Tatbestand für Garagen und überdachte Stellplätze steht in § 62 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 b BauO NRW 2018: mittlere Wandhöhe bis 3 m, Bruttogrundfläche bis insgesamt 50 m², außer im Außenbereich. Das Wort insgesamt bedeutet, dass mehrere Garagen und Carports auf dem Grundstück zusammengerechnet werden.
Daneben sind nicht überdachte Stellplätze für Personenkraftwagen und Motorräder bis insgesamt 100 m² verfahrensfrei (§ 62 Abs. 1 Satz 1 Nr. 14 c BauO NRW 2018). Wer statt eines Carports nur eine befestigte Fläche anlegt, hat also mehr Spielraum.
Braucht der Carport doch einen Bauantrag, etwa weil er größer ist, müssen die Bauvorlagen für Garagen und überdachte Stellplätze bis 100 m² Nutzfläche nicht von einer bauvorlageberechtigten Person stammen (§ 67 Abs. 2 Nr. 1 BauO NRW 2018).
Für die Lage an der Grundstücksgrenze enthält § 6 Abs. 8 BauO NRW 2018 eine eigene Regel. Garagen mit einer mittleren Wandhöhe bis 3 m sind ohne eigene Abstandsflächen zulässig, die Bebauung darf je Nachbargrenze aber 9 m und auf dem Grundstück zu allen Nachbargrenzen insgesamt 18 m nicht überschreiten. Ein kleines Gartenhaus ohne Aufenthaltsräume bis 30 m³ Bruttorauminhalt, das ebenfalls ohne Abstandsflächen an der Grenze steht, zählt bei dieser Länge mit.
Carport in Bayern, Niedersachsen und Hessen
Bayern
In Bayern verweist Art. 57 Abs. 1 Nr. 1 b BayBO auf die Grenzgaragen in Art. 6 Abs. 7 Satz 1 Nr. 1 BayBO. Dort stehen die Maße: mittlere Wandhöhe bis 3 m und Gesamtlänge je Grundstücksgrenze von 9 m. Dächer mit mehr als 45 Grad Neigung werden zu einem Drittel, mit mehr als 70 Grad voll zur Wandhöhe gerechnet. Die Fläche darf 50 m² nicht überschreiten, und im Außenbereich gilt die Freiheit nicht. Die Länge der Bebauung ohne Abstandsflächen ist auf einem Grundstück insgesamt auf 15 m begrenzt (Art. 6 Abs. 7 Satz 2 BayBO).
Eine Besonderheit ist Art. 57 Abs. 2 Nr. 1 BayBO: Gibt es für Ihr Gebiet eine städtebauliche Satzung oder eine örtliche Bauvorschrift, die Zulässigkeit, Standort und Größe regelt, sind Garagen bis 100 m² Nutzfläche und überdachte Stellplätze verfahrensfrei, wenn sie der Satzung entsprechen. Fragen Sie bei der Gemeinde nach, ob es eine solche Satzung gibt.
Niedersachsen
Seit dem 1. Juli 2025 gilt in Niedersachsen eine Gesamtfläche: Garagen sind verfahrensfrei mit insgesamt nicht mehr als 60 m² Grundfläche je Baugrundstück und einer Höhe bis 3 m, außer im Außenbereich (Anhang Nr. 1.2 NBauO). Vorher galt eine Grenze von bis zu zwei Garagen mit jeweils höchstens 30 m². Ratgeber mit dem alten Wert sind überholt. Dient der Carport notwendigen Einstellplätzen, setzt die Verfahrensfreiheit voraus, dass die Einstellplätze genehmigt oder genehmigungsfrei sind.
Hessen
Hessen führt Garagen einschließlich Abstellraum bis 50 m² Grundfläche in Abschnitt I Nr. 1.2 der Anlage zu § 63 HBO, zusammen mit Zufahrten bis 200 m². Die Freistellung steht unter dem Vorbehalt der Gemeindebeteiligung nach Abschnitt IV Nr. 1: Sie reichen die erforderlichen Bauvorlagen bei der Gemeinde ein und dürfen 14 Tage nach Eingang beginnen, wenn die Gemeinde kein Baugenehmigungsverfahren verlangt und keine vorläufige Untersagung beantragt. Die Gemeinde kann per Satzung auf diese Beteiligung verzichten.
Carport in Baden Württemberg und Rheinland Pfalz
Baden Württemberg hat die verfahrensfreie Garagenfläche mit dem Gesetz für das schnellere Bauen ab dem 28. Juni 2025 von 30 m² auf 50 m² angehoben. Nach Anhang 1 Nr. 1 b zu § 50 LBO sind Garagen einschließlich überdachter Stellplätze mit einer mittleren Wandhöhe bis 3 m und einer Grundfläche bis 50 m² verfahrensfrei, außer im Außenbereich. Offene Stellplätze sind bis 50 m² Nutzfläche je Grundstück im Innenbereich verfahrensfrei (Anhang 1 Nr. 11 b).
In Rheinland Pfalz regelt § 62 Abs. 1 Nr. 1 f LBauO den Carport. Er darf bis 50 m² Grundfläche haben, die mittlere Wandhöhe der Außenwände darf 3,20 m nicht überschreiten, bei Wänden mit Giebeln liegt die Grenze bei 4 m Firsthöhe. Ausgenommen sind Carports im Außenbereich und in der Umgebung von Kultur und Naturdenkmälern. Nicht überdachte Stellplätze bis 100 m² Fläche sind nach § 62 Abs. 1 Nr. 11 d LBauO baugenehmigungsfrei.
Wohnmobil Carport: Warum die Höhe oft entscheidet
Ein Wohnmobil ist häufig höher als 3 m. Ein Carport, unter dem es Platz findet, braucht deshalb eine Durchfahrtshöhe, die über der zulässigen mittleren Wandhöhe vieler Landesbauordnungen liegen kann. Weil zur lichten Durchfahrtshöhe noch Dachkonstruktion und Gefälle hinzukommen, ist die Grenze von 3 m schnell überschritten.
Beispielrechnung, vereinfacht: Ein Pultdach Carport hat an der niedrigen Seite eine Wandhöhe von 3,10 m und an der hohen Seite von 3,50 m. Das Mittel liegt bei 3,30 m. In Nordrhein Westfalen, Baden Württemberg und Bayern läge der Carport damit über 3 m, in Rheinland Pfalz über 3,20 m. Er wäre in diesen Ländern nicht mehr verfahrensfrei. Wie die Wandhöhe genau gemessen wird, regelt jede Landesbauordnung selbst.
Auch die Fläche wächst mit dem Fahrzeug. Ein Stellplatz für ein langes Wohnmobil plus Rangierfläche erreicht schnell die Grenze von 50 m², vor allem, wenn auf dem Grundstück schon eine Garage steht, die mitzählt. Liegt er über den Grenzen, ist ein Bauantrag nötig; das ist kein Ausschlussgrund, nur ein anderes Verfahren.Mit welchen Gebühren Sie dann rechnen, steht unter Kosten des Bauantrags.
Genehmigungsfrei heißt nicht regelfrei
Verfahrensfreiheit erspart Ihnen den Bauantrag, nicht die Einhaltung der Vorschriften. Die Bauordnungen sagen das ausdrücklich: Die Genehmigungsfreiheit entbindet nicht von der Verpflichtung, die öffentlich rechtlichen Anforderungen an Anlagen einzuhalten, und lässt die Eingriffsbefugnisse der Bauaufsicht unberührt (§ 60 Abs. 2 BauO NRW 2018, Art. 55 Abs. 2 BayBO, § 59 Abs. 2 MBO). Für einen verfahrensfreien Carport bedeutet das:
- Bebauungsplan: Festsetzungen zu Baugrenzen, Garagenflächen oder Gestaltung gelten weiter. Ein Carport außerhalb der überbaubaren Fläche kann unzulässig sein, auch wenn er verfahrensfrei ist.
- Abstandsflächen: An der Grenze gelten die Sonderregeln für Garagen mit Längenbegrenzung. Wie Abstandsflächen berechnet werden, erklärt die Seite Abstandsflächen auf wohnflaechen-berechnung24.de.
- Örtliche Bauvorschriften: Gestaltungssatzungen können Dachform, Material oder Farbe vorgeben.
- Standsicherheit: Auch ohne Prüfung durch die Behörde muss der Carport Schnee und Wind tragen.
- Denkmalschutz und Nachbarrecht: Erlaubnisse nach anderen Gesetzen bleiben nötig, privatrechtliche Ansprüche der Nachbarn bleiben bestehen.
Verstößt ein verfahrensfreier Carport gegen solche Vorschriften, kann die Bauaufsicht die Beseitigung verlangen.Welche Folgen ein Bau ohne nötige Genehmigung hat, beschreibt die Seite ohne Baugenehmigung gebaut.
So prüfen Sie, ob Ihr Carport verfahrensfrei ist
- 01Lage klären
Liegt das Grundstück im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, im Innenbereich oder im Außenbereich? Im Außenbereich ist der Carport in den meisten der hier genannten Länder nicht verfahrensfrei.
- 02Fläche zusammenrechnen
Addieren Sie die Fläche des geplanten Carports und vorhandener Garagen oder Carports, wenn Ihr Land eine Gesamtfläche vorgibt.
- 03Wandhöhe ermitteln
Nehmen Sie die Wandhöhen aus den Herstellerunterlagen und bilden Sie das Mittel. Beachten Sie Gefälle und Fundament.
- 04Bebauungsplan und Satzungen lesen
Fragen Sie die Gemeinde nach Bebauungsplan und Gestaltungssatzung. In Bayern kann eine Satzung größere Garagen verfahrensfrei stellen.
- 05Grenzabstand prüfen
Messen Sie die Länge der Grenzbebauung je Nachbargrenze und insgesamt.
- 06Im Zweifel klären lassen
Bei offenen Fragen hilft eine Auskunft der Bauaufsicht oder eineBauvoranfrage. Ein bauvorlageberechtigter Planer kann den Bauantrag erstellen, wenn eine Genehmigung nötig ist.
Weitere Vorhaben ohne Bauantrag finden Sie in der Übersicht genehmigungsfreie Vorhaben.Für ein Gartenhaus gelten eigene Grenzen, siehe Gartenhaus ohne Baugenehmigung.
Carport über der Grenze: Bauantrag erstellen lassen
Liegt Ihr Carport über den Grenzen oder im Außenbereich, braucht er einen Bauantrag. Über dieses Formular leiten wir Ihre Anfrage kostenlos an einen unabhängigen, bauvorlageberechtigten Fachpartner weiter. Leistung und Honorar vereinbaren Sie direkt mit ihm.
Häufige Fragen zur Carport Baugenehmigung
Wie groß darf ein Carport ohne Baugenehmigung sein?
In Nordrhein Westfalen, Bayern, Hessen, Baden Württemberg und Rheinland Pfalz liegt die Grenze bei 50 m², in Niedersachsen bei insgesamt 60 m² je Baugrundstück. Hinzu kommen Grenzen für die Wandhöhe von 3 m, in Rheinland Pfalz 3,20 m; Hessen nennt im Tatbestand keine Höhe. Im Außenbereich gelten die Freistellungen in den meisten dieser Länder nicht.
Brauche ich in NRW für einen Carport eine Baugenehmigung?
Nicht, wenn der Carport eine mittlere Wandhöhe bis 3 m hat, die Bruttogrundfläche aller Garagen und überdachten Stellplätze 50 m² nicht überschreitet und das Grundstück nicht im Außenbereich liegt (§ 62 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 b BauO NRW 2018, Fassung ab 01.09.2026). Bebauungsplan und Abstandsflächen gelten trotzdem.
Zählt ein Carport zur Garagenfläche?
Ja, in den hier ausgewerteten Ländern werden überdachte Stellplätze wie Garagen behandelt oder ausdrücklich mitgenannt. Wo das Gesetz eine Gesamtfläche nennt, wie in Nordrhein Westfalen oder Niedersachsen, zählen Garage und Carport zusammen.
Muss ich einen verfahrensfreien Carport irgendwo anzeigen?
In Hessen ja: Die Bauvorlagen gehen vorher an die Gemeinde, gebaut werden darf 14 Tage nach Eingang, wenn die Gemeinde kein Verfahren verlangt (Anlage zu § 63 HBO, Abschnitt IV Nr. 1). In den anderen hier genannten Ländern sieht der Tatbestand für Garagen keine Anzeige vor.
Kann ich einen Carport direkt an die Grundstücksgrenze bauen?
Oft ja, die Bauordnungen erlauben Garagen ohne eigene Abstandsflächen, begrenzen aber Wandhöhe und Länge an der Grenze. In Nordrhein Westfalen sind es 9 m je Nachbargrenze und 18 m insgesamt, in Bayern 9 m je Grenze und 15 m insgesamt. Bebauungsplan und Nachbarrecht können weitere Grenzen setzen.
Was passiert, wenn mein Carport größer ist als erlaubt?
Dann ist er genehmigungspflichtig. Fehlt die Genehmigung, kann die Bauaufsicht die Beseitigung anordnen oder einen nachträglichen Bauantrag verlangen. Ein Bußgeld ist möglich; die Höhe richtet sich nach dem Landesrecht und dem Einzelfall.
Stand: Oktober 2026. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.